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Bios & Übertaktbarkeit

In diesem Abschnitt wollen wir nun einen Blick darauf werfen, was uns beide Kandidaten hinsichtlich des Bios bieten können. Eines sei vorweg geschickt : Overclocker kommen mit beiden Platinen definitiv nicht auf ihre Kosten.

 

ASRock K7S8XE

Beim ASRock-Bios ist Purismus angesagt - Overclockingoptionen sucht man weitestgehend vergeblich. Im folgenden zeigen wir einige Bios-screenshots :

Mit blauer Schrift auf dem hellen Hintergrund fühlt man sich eher an typische Asus-Bios'e erinnert

 

Der Frontsidebus lässt sich in 1 MHz Schritten bis auf 248 MHz erhöhen

 

Die Wahl der Speicherfrequenz - hier DDR400

 

Im offiziellen Bios lässt sich lediglich die CAS Latency beeinflussen. Sämtliche erweiterte Speichertimings entziehen sich dem Anwender-Zugriff

 

Im Hardwaremonitor zeigt sich eine recht glaubwürdige CPU-Temperaturauslesung

 

Die Speichertimings verbergen sich hinter den allgemeinen Konfigurationseinstellungen "Normal Mode" und "Performance"

 

Die AGP Fastwrites können nach Bedarf ein- oder abgeschaltet werden

 

Tja, und das waren dann auch schon die "Highlights" des K7S8XE Bios. Wie man deutlich sieht, stand der Overclocking-Gedanke nicht gerade an oberster Position auf der Prioritätenliste der Bios-Programmierer. Nun wird sicherlich der eine oder andere Leser einwenden "... aber es gibt doch die inoffiziellen Beta-Bios-Files !". Nun, das stimmt in der Tat - auf der Seite www.ocworkbench.com lassen sich diese Beta-Biose finden. Sie bieten erweiterte Zugriffsmöglichkeiten auf die Speicherparameter, die die offiziellen Biose nicht erlauben. Es lassen sich dann u.a. TRAS, TRCD und TRW einstellen, sowie mannigfaltige andere Latenzen. Auch wir haben diese Beta-Versionen einmal ausprobiert, doch scheint uns der Nutzen eher fragwürdig. Zwar lassen sich gerade mit der zum Testzeitpunkt aktuellen Beta-Revision 1.21C wahre Traumergebnisse im Sandra Memory Benchmark erzielen ( diese lagen z.T. bis zu 15% !!! über denen des offiziellen Bios ), allerdings konnten wir in sämtlichen anderen Benchmarks unseres Testprogrammes keinerlei Performancesteigerungen feststellen und auch bei den praxisbezogenen Übungen wie Packvorgängen und/oder DivX Konvertierung ergaben sich keine Vorteile gegenüber der offiziellen Version.

Dennoch sollten experimentierfreudige User durchaus öfter einen Besuch entsprechender Web-Seiten ins Auge fassen. Eine sehr empfehlenswerte Seite rund um ASRock-Mainboards ist Geekster. Hier treffen sich ebenfalls viele ASRock-User und im dortigen Forum können Meinungen und wertvolle Erfahrungen/Tipps ausgetauscht werden.  

Hier ein Screenshot aus einem offiziellen Vorserienbios, das für Enduser allerdings nicht zur Verfügung steht ( Bios 0.09J ). Sämtliche, hier auf AUTO stehende Optionen können mit verschiedenen Latenzen angesteuert werden. 

Was allerdings weder die offiziellen, noch die inoffiziellen Bios-Files bieten können sind Einflussmöglichkeiten auf Spannungswerte. So lassen sich weder Prozessor-, Speicher- noch AGP-Spannung beeinflussen. Ebenso kann auch der CPU-Multiplikator nicht frei gewählt werden. Einzig die schon erwähnte, schrittweise ( 1 MHz ) Erhöhung des FSB bis auf 248 MHz ist möglich. 

 

 

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